Man sagt, jede Katze trägt eine Geschichte in sich. Die der Heiligen Birma beginnt mit einer Legende …
Die Legende der Heiligen Birma
Vor langer Zeit lebte der ehrwürdige Priester Mun Ha in einem Tempel am Fuße des Lugh-Gebirges. Sein goldener Bart – so erzählte man sich – sei von dem Gott Song Hoi persönlich geflochten worden.
Die Kittha-Mönche hatten ihr Leben der Göttin Tsun-Kyankze geweiht, der Göttin der Seelenumwandlung.Sie wurde mit tief saphirblauen Augen dargestellt – geheimnisvoll und voller Weisheit.
An der Seite des Priesters lebte sein treuer Kater Sinh - sein Fell war weiß, seine Augen bernsteinfarben, während Ohren, Gesicht, Beine und Schwanz dunkel gefärbt waren – ein Zeichen der Unreinheit, so glaubte man, da sie den Boden berührten.
Eines Tages wurde der Tempel von feindlichen Stämmen aus Siam angegriffen.Inmitten dieses Angriffs verstarb Mun Ha – und die Mönche blieben ohne Führung zurück.
Doch dann geschah ein Wunder.
Sinh sprang auf den leblosen Körper seines Herrn und blickte zur Statue der Göttin.In diesem Moment vollzog sich die Seelenumwandlung - seine Augen leuchteten plötzlich tiefblau wie die der Göttin, sein Fell schimmerte golden im Licht,und seine Pfoten – die den geweihten Körper seines Herrn berührten – wurden strahlend weiß als Zeichen der Reinheit. Durch dieses Zeichen fanden die Mönche neue Kraft, schlossen die Tore und retteten den Tempel.
So erzählt es die Legende der Heiligen Birma.
Die Fakten
So märchenhaft die Legende auch ist – die tatsächliche Entstehung der Heiligen Birma lässt sich nachvollziehen, obwohl nicht 100% tig ;) -
Die Rasse entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich durch ein gezieltes Zuchtprogramm. Als Ursprung gelten Kreuzungen aus der Siamkatze – bekannt für ihr anhängliches, kommunikatives und menschenbezogenes Wesen – einer weißen Perserkatze, die damals häufig als „Angora“ bezeichnet wurde und einer Hauskatze. Bereits um 1915 lassen sich erste Linien dokumentieren, 1925 wurde die Heilige Birma offiziell in Frankreich als Rasse anerkannt.
Die typischen weißen „Handschuhe“ der Birma geben bis heute Rätsel auf – ihre genaue genetische Herkunft ist nicht vollständig geklärt.
Vielleicht steckt also doch ein kleines Stück Wahrheit in der alten Legende … 😉
Zwischen Mythos und Wirklichkeit
Die Legende verleiht der Heiligen Birma ihren besonderen Zauber – doch ihr sanftes Wesen, ihre Schönheit und ihr einzigartiger Charakter machen sie auch ganz ohne Mythos zu einer ganz besonderen Katze.

